PO F3: Dübendorf - Brandis 4:2 - EHC Brandis

PO F3: Dübendorf - Brandis 4:2

 HainGurtner2Zweikampf

EHC Dübendorf – EHC Brandis 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)          Serie 2:1

Nach Niederlage in Dübendorf muss Brandis am Sonntag in Huttwil gewinnen 

Von Päscu Müller

Ein frühes Tor durch Brandis’ Sandro Hain, wurde durch Dübendors Steven Widmer noch vor der ersten Pause mit dem 1:1 beantwortet. Durch je ein Tor in Überzahl, Brandis brauchte dabei nur zwölf Sekunden, stand die Partie auch nach vierzig Minuten unentschieden. Nach zwei Minuten im Schlussdrittel lag erstmals Dübendorf in Führung. Diese 3:2-Führung durch Cyrill Kreis, gaben die Zürcher nicht mehr aus der Hand. Das 4:2 der Zürcher ins leere Tor besiegelte die Niederlage Brandis’ definitiv. Damit muss Brandis am Sonntag in Huttwil gewinnen, wollen denn die Emmentaler noch ein Wörtchen um den Titel mitreden.   

Sandro Hain benötigte für den ersten Treffer der Emmentaler etwas mehr als hundert Sekunden. Es war für Brandis gar die erste nennenswerte offensive Aktion, die zu diesem 1:0 führte. Nach zwölf Minuten glich Dübendorfs Topscorer Steven Widmer die Partie noch vor der ersten Pause aus. Dem EHC Brandis gelang aber die erneute Führung. Im Mitteldrittel führte eine Kombination im Powerplay über Patric Buri, Patrick Meyer und abschliessend Marco Blaser zur 2:1-Führung für Brandis. Ebenfalls in Überzahl glich Dübendorf die Partie zum zweiten Mal aus. Für das 2:2 sorgte Mike Breiter. Nach zwei Minuten im Schlussdrittel, schoss Cyrill Kreis mit dem 3:2, Dübendorf erstmals an diesem Abend in Führung. Auf dies hatte der EHC Brandis keinen Pfeil mehr im Köcher. Der vierte Treffer ins leere Tor dient der Statistik, mehr nicht. Mit dieser Niederlage heute in Dübendorf ist klar, dass Brandis am Sonntag in Huttwil gewinnen muss, um noch eine Chance auf den Meistertitel zu haben.

Je ein Tor und ein paar Emotionen
Gleich zu Spielbeginn legte vor allem Dübendorf ein horrendes Tempo vor, setzte sich im Drittel von Brandis fest und kreierte auch Abschlüsse, die aber vorerst allesamt am Gehäuse vorbeiflogen. Die Emmentaler traten dann nach knapp zwei Minuten offensiv erstmals in Erscheinung. Und wie. Den ersten Abschluss stocherte Sandro Hain bereits zum 0:1 über die Linie. Die Partie war lanciert. Keine vier Minuten waren gespielt, als die Emotionen hochkochten. Schiedsrichter Jordi schickte da bereits Roman Messerli für einen Cross-Check unter die Dusche. Es ist überflüssig über diesen Entscheid zu diskutieren, Fakt ist, er wurde ausgesprochen. Da gleichzeitig Dübendorfs Steven Widmer mit zwei Minuten bestraft wurde, blieb unter dem Strich eine dreiminütige Überzahl für die Zürcher. Genutzt haben sie diesen Vorteil nicht. Kaum war Brandis komplett, musste ein Dübendorf raus. Das Powerplay Brandis’ war mehrheitlich stark, das Tor aber gelang nicht. Anders die Dübendorfer, sie erzielen durch Steven Widmer nach zwölf Minuten den Ausgleich zum 1:1. Zwei weitere Minuten später, sah sich Brandis erneut in Unterzahl, ohne dass ein Treffer fiel. Kaum waren die Emmentaler wieder zu fünft, drückte ein Zürcher die Strafbank. Erst in den letzten dreissig Sekunden gelang es Brandis, sich im offensiven Drittel zu installieren. In der letzten Minute, Brandis abermals in Überzahl, wie zuvor gelang aber nicht viel. Im Gegenteil. Dübendorf erzielte einen Treffer, bei verschobenem Tor, der richtigerweise nicht anerkannt wurde.

Zwei Tore Dübendorfs im Schlussdrittel
Im Mitteldrittel hatte nach achtzig Sekunden Manuel Schaad eine Chance. Etwas überraschend kam er im Slot wieder an die Scheibe, verzog aber. Auf der anderen Seite musste Lukas Gasser einen harten Schuss von Theodoridis abwehren. Auch Remo Trüb blieb im Fokus, beispielsweise als er einen Schuss Sven Nägelis herunter pflückte. Offensiv führte Dübendorf minim die feinere Klinge. Die schnellen Gegenstösse zum Beispiel waren stets gefährlich. Bei der vierten Strafe gegen Dübendorf nach Spielmitte, fackelte Brandis nicht lange: Gerade einmal zwölf Sekunden brauchten Patric Buri, Patrick Meyer und abschliessend Marco Blaser, um die Scheibe im Netz zum 1:2 zu versenken. Es bot sich dem EHC Brandis gleich die nächste Chance mit einem mehr Mann zu agieren. Erneut sah man ein starkes und druckvolles Powerplay, jedoch ohne dritten Treffer. Drei Minuten vor der zweiten Pause, durfte sich Dübendorf in Überzahl üben und dies gar während vier Minuten. Der Ausgleichstreffer fiel prompt, als Torschütze zeichnete sich Verteidiger Mike Breiter aus. Zwei Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als Dübendorf erstmals in Führung ging. Cyrill Kreis nutzte eine kurze Unaufmerksamkeit in den Reihen des EHC Brandis zum 3:2 aus. Der Ausgleichstreffer für Brandis oder der entscheidende Treffer für Dübendorf, lag danach mehrmals in der Luft. Vor allem bei Überzahl des EHC Brandis. Ein Treffer fiel dann doch noch, einer ins verlassene Brandis-Tor zum 4:2 für den EHC Dübendorf.       

 (pmu)

Telegramm: EHC Dübendorf – EHC Brandis 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)
Kunsteisbahn Im Chreis, Dübendorf ZH. – 1033 Zuschauer – Schiedsrichter: Jordi, Burgy / Francey
Torfolge: 2. Hain (R.Schütz) 0:1. 12. Widmer (Roth) 1:1. 32. Blaser (P.Meyer, Buri/Ausschluss Barts) 1:2. 39. Breiter (Falett, Bührer/Ausschluss Gurtner) 2:2. 42. Kreis 3:2. 60. Bührer (Schumann, Hebeisen/ins leere Tor) 4:2.
Strafen: Dübendorf 7mal 2 Minuten. Brandis 4mal 2 Minuten, 1mal 5 Minuten (Messerli)
Dübendorf: Trüb; Piai, Roth; Hebeisen, Breiter; Röthlisberger, Stettler; Alena, Seiler; Widmer, Theoodoridis, Frei; Bührer, Falett, Schumann; Beeler, Barts, Ustsimenka; Kreis, Sutter, Müller.
Brandis: Gasser; Mosimann, M.Schütz; Seematter, Oberli; Schaad, Liechti; Tschanz, M.Gasser;Nägeli, R.Schütz, Messerli; Hain, Buri, Gurtner; Blaser, Holzer, P.Meyer; Steiner, Schlapbach, M.Meyer.
Bemerkungen:Dübendorf ohne Kutil
Brandis ohne Lüthi
59:14 bis 60:00 Brandis Torhüter Gasser