PO F1: Dübendorf - Brandis 3:6 - EHC Brandis

PO F1: Dübendorf - Brandis 3:6

NägeliZweikampfDübi

EHC Dübendorf – EHC Brandis 3:6 (0:2, 1:2, 2:2)          Serie 0:1

Eindrückliches Brandis siegt in Dübendorf  

Von Päscu Müller

Brandis spielte in Dübendorf erneut stark und abgeklärt auf. Defensiv liessen die Emmentaler kaum etwas zu und offensiv zeigten sie sich kaltschnäuzig und bisweilen auch frech. Jedenfalls gehört Sven Nägelis 0:2 in diese Kategorie. Nichts brachte den EHC Brandis aus der Ruhe. Auf den Anschlusstreffer Dübendorfs reagierten sie beispielsweise innert Kürze wieder mit zwei Toren. Mit dem Treffer Michael Gurtners zu Beginn des Schlussdrittels zum 1:5, war der Sieg in trockenen Tüchern, der Rest war nur noch Resultat-Kosmetik.

Schon stark, wie abgeklärt und ruhig der EHC Brandis in Dübendorf agierte. Legten die Emmentaler im ersten Drittel zwei Tore durch Patric Buri und Sven Nägeli vor, liessen sie sich auch durch den Anschlusstreffer Cyrill Kreis’ bei Spielmitte, nicht aus der Ruhe bringen. Seelenruhig spulten Brandis sein starkes Konzept ab und beantwortete den Anschlusstreffer Dübendorfs, mit zwei weiteren Toren durch Marco Blaser und Verteidiger Lukas Mosimann. Die 4:1-Führung nach zwei Dritteln war richtig clever herausgespielt. Klar hatten auch die Zürcher ihre Chancen. Doch entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen oder an der defensiv einmal mehr hervorragenden Arbeit des EHC Brandis. Mit dem 1:5 Michael Gurtners – nach Torhüterwechsel Dübendorfs – war das Spiel definitiv entschieden. Was danach folgte war Resultat-Kosmetik. «Wir wissen, dass wir unser System durchspielen müssen, sonst kann das schnell kippen», analysierte Michael Gurtner kurz. Das hat der EHC Brandis heute auch aufs Eis gebracht. Wie die Emmentaler ihr System durchzogen, ist beeindruckend. «Wir haben den Kopf nach dem Gegentreffer nicht verloren», analysierte Gurtner die Situation nach dem 1:2 Anschlusstreffer. In der Tat liess sich Brandis dadurch nicht beindrucken. «So deutlich, wie das Resultat aussieht, war das Spiel aber nicht», fügt der Torschütze zum 5:1 an. «Wir werden weiter so kämpfen und unser Spiel durchziehen», blickt er bereits voraus. Am Dienstag steht in dieser Serie Spiel zwei an. Der Eintritt in Huttwil ist dabei gratis.       

Frecher Shorthander Nägelis
Nach einer würdigen Eröffnungszeremonie, wurde der Puck in diese Final-Serie freigegeben. Die Dübendorfer zwangen Brandis-Keeper Sven Witschi bereits nach zwei Minuten zu zwei Paraden innert Kürze. Eine Zeigerumdrehung später, zwang Sven Nägeli den Zürcher Goalie Remo Trüb zu einer Abwehr. Das Spiel war definitiv lanciert, dabei zeigte sich der EHC Brandis immer besser. Waren in den ersten vier oder fünf Minuten nur vereinzelnd offensive Aktionen zu sehen, häuften sich diese. Die Emmentaler entwickelten gar eine kleine Druckphase. Doch Dübendorf versteckte sich keineswegs. Eine gute Möglichkeit das Score zu eröffnen, hatte dabei Topscorer Steven Widmer. Er scheiterte am aufmerksamen Sven Witschi. Die nächste Chance seitens Brandis, ein Schuss aus dem Hinterhalt von Noel Tschanz und Sandro Hain im Slot lenkte ab. Doch auch da war der Keeper auf seinem Posten. Danach folgte der erste Hochkaräter, den Florian Lüthi und Sven Nägeli kreierten. Erfolgreich war er leider nicht. Fünf Minuten vor der Sirene, war die Reihe wieder an Dübendorf, doch auch Dennis Barts sah seinen Abschluss pariert. Kaum war diese Szene vorbei, schnappte sich Patric Buri den Puck, setzte sich gegen die Zürcher Abwehr durch und liess bei seinem 0:1 Remo Trüb keine Chance. Kaum war diese Partie mit dem ersten Tor so richtig eröffnet, sah sich Brandis mit einem Mann weniger auf dem Eis. Obwohl Dübendorfs Powerplay schnell installiert war, liess Brandis kaum etwas zu. Mehr noch: Sven Nägeli befreite aus der eigenen Zone, setze seiner Scheibe nach, fuhr frech weiter und düpierte zum Schluss Dübendorfs Keeper Trüb zum 0:2.    

Schnelle Antwort auf Dübendorfs Anschlusstreffer
Siebzig Sekunden des Mitteldrittels waren gespielt, als erneut ein aufmerksamer Sven Witschi bereitstand. Und nur eine Minute später, stoppte er auch den heranstürmenden Dübendorfer Barts. Das Spiel wurde zunehmend spektakulärer. Bei Überzahl Brandis dann der beste Spielzug des Spiels. Ausgehend von Patric Buri über Matthias Seematter, der mit einer Körpertäuschung geschickt verzögerte zu Patrick Meyer. Gefehlt hat einzig der Erfolg in Form eines Tores. Bei Spielmitte verpasste Dübendorfs Fabian Schumann den Anschlusstreffer. Was Schumann vergönnt war, gelang Sekunden später Cyrill Kreis. Er brachte die Zürcher mit seinem satten Schuss zum 1:2 wieder heran. Kurioses Powerplay dann seitens des EHC Brandis. Erst wollte das Überzahlspiel nicht wirklich laufen, dann verschätzte sich bei einem Konter Sven Witschi, rettete seinen Fauxpas dennoch spektakulär und kaum war der Dübendorfer wieder auf dem Eis, schlenzte Marco Blaser zum 1:3 ins Netz. Vier Minuten später wieder ein Schlenzer, diesmal von Lukas Mosimann und der Verteidiger traf zum 1:4 am verdutzen Remo Trüb vorbei in den Kasten. Dübendorfs Trainer Reto Stirnimann ersetzte zu Beginn des Schlussdrittels seinen Standard Goalie Remo Trüb durch Jeffey Meier. Meier blieb keine Minute unbezwungen. Nach einem Schuss Buris, liess er abprallen und diesen Rebound versenkte Michael Gurtner zum 1:5. Auch das zweite Tor Dübendorfs nach fünf Minuten im Schlussdrittel zum 2:5, änderte am Spiel nicht viel. Brandis blieb ruhig und abgeklärt. Nicht nur das, denn bei zwei Mann mehr auf dem Eis und mit viel Geduld erzielen die Emmentaler gar den Treffer zum 2:6. An der starken Brandis Leistung änderte auch das 3:6 Dübendorf nichts.

(pmu)

Telegramm: EHC Dübendorf – EHC Brandis 3:6 (0:2, 1:2, 2:2)
Kunsteisbahn Im Chreis, Dübendorf ZH. – 861 Zuschauer – Schiedsrichter: Graber, König / Remund
Torfolge: 16.Buri (Gurtner) 0:1. 18.Nägeli (Ausschluss M.Meyer) 0:2. 31.Kreis (Behler) 1:2. 35.Blaser (P.Meyer) 1:3. 39.Mosimann (M.Schütz, Nägeli/Ausschluss Seematter,Piai) 1:4. 40.Gurtner (Buri) 1:5. 45.Widmer (Ustsimenka, Barts) 2:5. 53.Holzer(P.Meyer,Seematter/Auschluss Röthlisberger, Theodoridis) 2:6. 59.Falett (Bührer,Hebeisen/Ausschluss Liechti) 3:6.
Strafen: Dübendorf 5mal 2 Minuten. Brandis 3mal 2 Minuten
Dübendorf: Trüb (ab 40.Meier); Hurter, Roth; Hebeisen, Breiter; Röthlisberger, Stettler; Piai, Alena;Widmer, Theodoridis, Frei; Bührer, Falett, Schumann; Beeler, Barts, Ustsimenka; Kreis, Suter, Müller.
Brandis: Witschi; Mosimann, M.Schütz; Seematter, Oberli; Schaad, Liechti; Tschanz, R.Schütz;Nägeli, Lüthi, Messerli; Hain, Buri, Gurtner; Blaser, Holzer, P.Meyer; Steiner, Schlapbach, M.Meyer.
Bemerkungen:Dübendorf ohne Stettler, Seiler, Kutil
58:52 bis 60:00 ohne Torhüter Meier
Brandis ohne M.Gasser (rekonvaleszent)

Interview Michael Gurtner, Torschütze zum 5:1