VF2: Star Forward - Brandis 2:3 - EHC Brandis

VF2: Star Forward - Brandis 2:3

Buri mit Puck

Star Forward – EHC Brandis 2:3 (0:2, 1:0, 1:1)

Ein Treffer in Überzahl und starkes Boxplay zum Brandis-Sieg 

Von Päscu Müller

Und wieder war das Spiel in Überzahl ein Faktor, der über den Sieg entschied. Hatten bis anhin da die Waadtländer die Nase vorne, war es diesmal umgekehrt. Brandis trifft zum 1:0 in Überzahl. Die Emmentaler spielten zudem durchwegs ein sehr starkes Boxplay und blieben ohne Gegentreffer. Diese beiden Faktoren waren heute mitentscheidend.  

Brandis eröffnet das Score ausgerechnet mit einem Tor in Überzahl. Eine Spielsituation, die gegen diesen Gegner bis anhin eher nicht von Erfolg gekrönt war. Diesmal brauchte Florian Lüthi dafür keine Minute. Mit einem Konter durch Sven Nägeli erhöhten die Emmentaler das Resultat knapp vor der ersten Pause auf 2:0. Dass die Partie im Mitteldrittel nicht kippte, war vor allem einem starken Boxplay der Emmentaler und Goalie Sven Witschi zu verdanken. Trotzdem gelingt Star Forward im mittleren Abschnitt durch Yann-David Lahache der Anschlusstreffer. Dieser Lahache war ebenfalls für den Ausgleich Star Forwards im Schlussdrittel besorgt. Fünf Minuten vor der Sirene trifft Patric Buri mit seinem 3:2 zum Sieg für den EHC Brandis. Damit darf das erfolgreiche Powerplay und Boxplay durchaus als gewinnbringender Faktor bezeichnet werden. «Die Unterschiede in dieser Serie sind minim», meinte auch der Schütze zum Siegtreffer Patric Buri. Der Unterschied lag heute vor allem auch in einem erfolgreichen Über- und Unterzahlspiel. Fiel doch einer der drei Treffer in Überzahl und in Unterzahl musste Brandis keinen Gegentreffer hinnehmen. «Wir haben heute die Box besser gespielt als noch am Samstag», meinte Buri dazu. Genau diese beiden Faktoren waren heute entscheidend und dürften auch in den kommenden Spielen dieser Serie eine wesentliche Rolle spielen.    

Erstes Powerplay ausgenutzt
Es dauerte genau eine Minute bis Brandis’ Florian Lüthi erstmals den Waadtländer Keeper David Fragnoli mit einem Schuss prüfte. Dass es zu keinen weiteren Abschlüssen kam, lag vor allem an der sauberen Defensive beider Teams. Nach vier Minuten durften die Emmentaler in Überzahl agieren, ein Spiel, welches Brandis gegen Star Forward in den bisherigen Begegnungen nicht wirklich gelingen wollte. Diesmal war es anders. Florian Lüthi brauchte zum 1:0 für die Emmentaler gerade einmal fünfunddreissig Sekunden. Vier Minuten später hielt Sven Witschi mit einer Glanzparade diesen knappen Vorsprung aufrecht. Wie er diesen One-Timer mit der Fanghand pflückte, war Klasse. Es war die erste nennenswerte Chance der Romands. Die Torszenen vor beiden Goalies blieben rar, da die Verteidiger aufmerksam blieben. Und wenn, dann hatte Sven Witschi mehr tun, als seine Antipode Fragnoli. Eines muss man beiden Teams lassen, es wurde um jede Scheibe und um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Knapp vier Minuten vor der Sirene, sah sich der EHC Brandis in Unterzahl. Es rauscht gehörig in und um den Slot der Emmentaler. Einmal war sogar metallischen Klirren zu hören. Beeindruckend was da Star Forward in diesem Powerplay aufs Eis zelebriert. Beeindruckend aber eben auch die defensive Arbeit der Emmentaler in der Box. Mit einem klassischen Konter kurz vor der Sirene erhöhte dann Sven Nägeli gar zum 2:0.

Intensive Partie und Buris Siegtreffer 
Bereits letzten Samstag führten die Emmentaler zweimal mit zwei Toren, brachten aber den Sieg nicht ins Trockene. Unter anderem weil das 3:0 da verpasst wurde. Dieses dritte Tor hatte Brandis zu Beginn des Mitteldrittels auf dem Stock, reüssierte aber nicht. Kurz darauf spielte Brandis mit einem Mann weniger. Erneut griffiges Powerplay der Waadtländer, teilweise brannte es lichterloh vor dem Emmentaler Gehäuse. Doch selbst dieses vierminütige Überzahl-Spiel von Star Forward, brachte keine Resultatänderung. Mit vereinten Kräften hielt Brandis den Kasten rein. Der EHC Brandis danach wieder offensiv aktiv, versiebte Chance um Chance. Und die Waadtländer? Die trafen zum zweiten Mal in diesem Spiel den Pfosten. Nicht nur das, Witschi blieb stark, insbesondere im nächsten und übernächsten Boxplay hielt er Brandis im Spiel. Sechs Minuten vor der zweiten Sirene war er dann machtlos. Yann-David Lahache traf zum 1:2 genau ins obere Eck. Zu Beginn des Schlussabschnittes Brandis wieder einmal in Überzahl spielend. Diesmal harzte es eher wieder. Nicht nur dass kaum ein Abschluss erfolgte, auch waren die Waadtländer zweimal mit Konter gefährlich. Zwölf Minuten vor dem Ende, hatte wieder Florian Lüthi die Entscheidung auf dem Stock. Er hätte die Nerven für die Emmentaler etwas beruhigen können, traf aber aus dem Slot nicht. In einer anschliessenden vierminütigen Überzahl, wurden seitens des HC Brandis erneut Hochkaräter zur Entscheidung versiebt. Da Adrian Steiner in dieser Phase eine hart gepfiffene fünfminütige Strafe mit Restausschuss aufgebrummt bekam, spielte Brandis nicht mehr in Überzahl und kassiert prompt den Ausgleich. Erneut traf Lahache. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff ballerte Patric Buri Brandis aber mit 3:2 zum Sieg. In einer turbulenten Schlussphase behalten die Emmentaler das bessere Ende für sich und gleichen mit diesem Sieg die Serie wieder aus.        

(pmu)

Telegramm: Star Forward – EHC Brandis 2:3 (0:2, 1:0, 1:1)
Patinoire des Eaux Minérales, Morges VD. – 247 Zuschauer – Schiedsrichter: Jordi, Humair / Jean-Mairet

Torfolge: 5. Lüthi (M.Schütz/Ausschluss Piquerez) 0:1. 20. Nägeli 0:2. 34. Lahache 1:2. 50. Lahache(Millet/Ausschluss Devesvre/Steiner) 2:2. 55. Buri 2:3.
Strafen: Star Forward 9-mal 2 Minuten. Brandis 6-mal 2 Minuten, plus 1-mal 5 Minuten (Steiner)
Star Forward: Fragnoli; Meyrat, Fasel; Stemer, Matewa; Devesvre, Diem; Cordey; Delessert, Lahache, Stasny; Derder, Millet, Mora; Brot, Gachet, Piquerez; M.Leva, G.Leva, Di Lullo.
Brandis: Witschi; Seematter, Oberli; Mosimann; M.Schütz; Schaad, Liechti; Tschanz; Nägeli, Buri, P.Meyer; Steiner, Lüthi, M.Meyer; Gurtner, Hain, Blaser; Schlapbach, Holzer, Messerli.
Bemerkungen:Star Forward ohne Riedi
Brandis ohne R.Schütz, M.Gasser (beide verletzt)

Interview mit Patric Buri, Schütze des Game-Winners