Wiki - Brandis 4:1 - EHC Brandis

Wiki - Brandis 4:1

BeutlerMitTeam

EHC Wiki-Münsingen – EHC Brandis 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)

Wiki darf gegen einen Grossen ran, Brandis nicht 

Von Päscu Müller

Der EHC Brandis scheitert bei der letzten Cup-Hürde an Wiki, welches in der Meisterschaft zweimal bezwungen wurde. Die Aaretaler haben sich diesen Erfolg verdient. Sie waren vor allem im ersten Drittel entschlossener als die Emmentaler und führten kurz vor dem Ende der Partie die definitive Entscheidung herbei. 

Lag der EHC Brandis nach den ersten zwanzig Minuten mit 0:2 zurück, brachte Sven Nägeli kurz vor Spielmitte mit seinem Tor zum 1:2, seine Farben wieder zurück ins Spiel. Leider verpassten es die Emmentaler, trotz guter Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Vor allem im Mitteldrittel, da etwa ab der fünften Minute, wirkte Brandis wesentlich entschlossener, als noch zu Beginn des Spiels. Doch leider leistete sich Brandis diverse Unzulänglichkeiten. Beispielsweise wurden zwei Strafen wegen zu vielen Spielern auf dem Eis kassiert. Selbst da, hätte Brandis aber diverse Möglichkeiten gehabt, dem Spiel eine Wende zu gegen. Diese Wende gelang nicht, da sämtliche Chancen dazu ausgelassen wurden. Anders der EHC Wiki-Münsingen. Die Aaretaler behielten selbst unter Druck meist einen kühlen Kopf und führten kurz vor Schluss durch Baltisberger und Baumgartner die definitive Entscheidung herbei. Für den EHC Brandis platzt mit dieser Niederlage der Traum im nächsten September wieder gegen eine grossen aus der NLA oder NLB spielen zu dürfen.  

Wiki zu Beginn entschlossener
Nach zwanzig Sekunden prüfte Patric Buri erstmals Wikis Keeper Lenze. Der Abschluss war zu harmlos und Lenze zur Stelle. Kurz danach verabschiedete sich Adrian Steiner Richtung Kühlbox. In dieser Unterzahl seitens der Emmentaler, hatte Wiki einen Lattentreffer zu beklagen. Überhaupt lief das Powerplay der Aaretaler flüssig und Brandis’ Sven Witschi wurde unter Dauerbeschuss genommen. Einen dieser Abschlüsse musste Witschi dann zum 1:0 für Wiki passieren lassen. Für die Aaretaler traf Thomas Studer. Auch fortan bestimmte eher Wiki das Spielgeschehen. Von Brandis war offensiv kaum etwas zu sehen. Alles wirkte irgendwie nicht entschlossen genug. Dann ein schneller Angriff Wikis nach neun Minuten und dieser brachte das 2:0. Schnell und zügig über links, passte Baumgartner zur Mitte, wo Pascal Marolf gekonnt ablenkte. Sven Witschi hatte dabei keine Chance. Die Möglichkeit dieses Resultat zu korrigieren bot sich Brandis Mitte des ersten Drittels in Überzahl. Die Emmentaler zeigten sich aber nicht so effizient wie zuvor Wiki. Irgendwie fehlte auch da die totale Entschlossenheit. Der Torerfolg blieb aus. Nicht dass der EHC Brandis keine Chancen gehabt hätte, nein dem war bei Weitem nicht so. Beispielsweise verpasste Verteidiger Markus Schütz mit seinem Abschluss den Torerfolg nur knapp. Dennoch wirkte Wiki-Münsingen über die ersten fünfzehn Minuten dieses Drittels einen Tick entschlossener und kaltblütiger. Erst in den letzten fünf Minuten gelang es Brandis auch Druck in der offensiven Zone zu erzeugen.  

Späte definitive Entscheidung
Optisch schien das Spiel zu Beginn des mittleren Abschnittes etwas ausgeglichener. Brandis hievte sich punkto Entschlossenheit auf die Ebene von Wiki. Was seitens der Emmentaler noch fehlte, war die Entschlossenheit auf dem letzten Meter vor dem gegnerischen Tor. Mit zu vielen Spielern auf dem Eis, brachte sich Brandis selber in die Bredouille und vor allem wurde damit der Vorwärtsgang gebremst. Doch anders, als noch bei der ersten Strafe gegen Brandis im ersten Drittel, reüssierte Wiki diesmal nicht. Wieder zu fünft, waren die Emmentaler wieder druckvoll. Das Manko mit dem letzten Meter aber blieb. Bis neunzig Sekunden vor Ende dieses Drittels. Da passte das mit der Entschlossenheit und dem letzten Meter perfekt. Sven Nägeli mit einem wuchtigen Abschluss brachte Brandis mit dem 2:1 wieder ins Spiel.  Eine erstklassige Möglichkeit zum Ausgleich, bot sich dann Patrick Meyer gleich zu Beginn des Schlussdrittels. Er durfte solo Richtung Lenze ziehen und scheiterte knapp. Gebremst wurden die Bemühungen Brandis’ abermals durch eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Folgen in Form eines Tores hatte dies aber nicht. Das Spiel wog in den letzten Minuten auf und ab, mit klaren Vorteilen für den EHC Brandis. Teilweise geriet die Defensive der Aaretaler in arge Nöte. Sie behielten aber meistens einen kühlen Kopf. Bei einem seltenen Angriff Wikis dreieinhalb Minuten vor dem Ende, fiel die Entscheidung. Baltisberger markierte das 3:1. Headcoach Andreas Beutler riskiert darauf alles, ersetze seinen Torhüter bereits früh, um das Blatt noch wenden zu können. Durch eine weitere Strafe Brandis’ wurde dieses Unterfangen aber jäh gestoppt. Witschi kehrte in seinen Kasten zurück. Kurz darauf gesellte sich zu Markus Schütz auch Manuel Schaad in die Kühlbox. Die Partie war damit definitiv entschieden. Das 4:1 der Aaretaler in dieser doppelten Überzahl besiegelte den Sieg Wikis. Der EHC Wiki-Münsingen darf nun im September 2019 gegen einen Grossen spielen, Brandis dagegen nicht.     

(pmu)

Telegramm: EHC Wiki-Münsingen – EHC Brandis 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)
Sportzentrum Sagibach, Wichtrach. – 442 Zuschauer – Schiedsrichter: Aegerter, Feuz / Cantamessi
Torfolge: 4. Studer (Baumgartner/Ausschluss Steiner) 1:0. 9. P.Marolf (Baumgartner, T.Studer) 2:0. 38. Nägeli (Buri, P.Meyer) 1:2. 57. Baltisberger 3:1. 59. Baumgartner (Ausschlüsse M.Schütz, Schaad) 4:1.  
Strafen: Wiki 1x2 Minuten. Brandis 7x2 Minuten.
Wiki: Lenze; Dällenbach, N.Kormann; Bruni, N.Steiner; M.Marolf, Pianta; Gerber; Kormann, Wenger, Baltisberger; Studer, Baumgartner, P.Marolf; Reber, Lüdi, Allemann; Joch, Loretan, Waber.
Brandis: Witschi; M.Schütz, M.Gasser; Seematter, Liechti; Mosimann, Schaad; Tschanz; Nägeli, Buri, P.Meyer; Gurtner, Hain, Blaser; A.Steiner, Schlapbach, M.Meyer.
Bemerkungen:
Wiki keine Angaben
Brandis ohne R.Schütz, Messerli, Holzer, Oberli, Lüthi (alle verletzt)