Brandis - Dübendorf 2:3 - EHC Brandis

Brandis - Dübendorf 2:3

PMeyervsDübendorf

EHC Brandis – EHC Dübendorf 2:3 (0:0, 0:1, 2:2)

Effiziente Dübendorfer schlagen Brandis  

Von Päscu Müller

Es war bei weitem kein schlechtes Spiel, welches der EHC Brandis gegen Dübendorf ablieferte. Die Zürcher aber erwiesen sich in Überzahl sehr effizient und treffen da bei fünf Strafen zweimal. Der Unterschied lag eben auch im Powerplay, Brandis traf da nur einmal, dies erst drei Minuten vor Schluss und somit zu spät.    

Brandis verlor diese Partie nicht nur wegen der mangelnden Powerplays. Aber eben auch. Trafen da die Zürcher aus fünf Möglichkeiten zum 0:1 und 0:2 entscheidend, kam der Treffer in Überzahl von Brandis zum 2:3 knapp drei Minuten vor Schluss, zu spät. Das Spiel war lange ausgeglichen – der erste Treffer fiel erst bei Spielmitte – doch Brandis sündigte nicht nur bei der Chancenauswertung, sondern war eben auch in Überzahl weniger effizient als die Zürcher. «Spielerisch ist das eine gute Mannschaft und da haben die uns zweimal erwischt», meinte auch Verteidiger Manuel Schaad. «Wir haben unser Powerplay heute nicht so hingekriegt, wie wir das wollten», sah auch Schaad einen Grund in der Niederlage. Mitentscheidend war neben den beiden Treffern in Unterzahl, auch der Konter zum 1:3. «Das dumme dritte Tor, war wohl der Ausschlag». In der Tat liessen sich die Emmentaler beim 1:3 regelrecht übertölpeln. Dübendorfs Andreas Bührer nutzte das mit seinem zweiten Treffer eiskalt aus. Der Treffer zum 2:3 und erneuten Anschluss durch Markus Schütz, kam zu spät. Brandis war heute nicht unbedingt das schlechtere Team, aber mit Bestimmtheit das weniger effiziente oder halt weniger clevere Team. Dies ist eben auch ein Faktor, der in einer solch engen Liga, über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.   

Torloses Startdrittel
Die erste offensive Szene seitens von Brandis, sahen die 181 Zuschauer nach etwas mehr als einer Minute. Patric Buri und Marco Meyer fuhren beide auf Dübendorfs Keeper Trüb los und hatten nur noch einen Verteidiger vor sich. Das Zuspiel Buris zur Mitte auf Meyer aber missriet. Sven Witschi dagegen hatte erst nach drei Minuten erstmals einzugreifen. Mehr zu tun bekam Witschi dann bei der ersten Strafe gegen die Emmentaler. Zweimal wurde es gar richtig gefährlich, ohne dass ein Tor fiel. Für die zweite offensive Brandis Aktion war wiederum Patric Buri besorgt. Angespielt von Sandro Hain, sah Buri jedoch seinen Abschluss vom Goalie pariert. Aus dem ersten Powerplay von Brandis nach neun Minuten, resultierte ausser einem Schuss Manuel Schaads, nichts. Erst wieder bei Vollbestand, setzte sich Brandis kurz im Drittel der Zürcher fest. Danach stand eher wieder Sven Witschi im Brennpunkt des Geschehens. Zusammen mit seinen Vorderleuten, hielt er aber den Kasten rein. Tendenziell hatten die Dübendorfer die klareren Chancen, als der EHC Brandis. Tore zählen erst wenn sie drin sind. Dieses Unterfangen gelang während dem ersten Drittel keiner der beiden Mannschaften.

Zwei Powerplay-Tore Dübendorfs
Keine Minute war im Mitteldrittel gespielt, als Dennis Barts im Slot völlig frei zum Abschluss kam. Es sind genau solche Fehler, die sich Brandis nicht erlauben darf. Diesmal ging das noch gut. Doch auch die Emmentaler hatten zu Beginn ihre Chancen, beispielsweise verpassten kurz hintereinander Lukas Mosimann und Marco Blaser den ersten Treffer. Kurz darauf – in Überzahl – erneut Blaser. Wie er aus kürzester Distanz übers Tor haute, ist kaum zu glauben. Das Spiel legte allgemein an Dynamik zu. Als Brandis’ Tschanz die Strafbank drückte, lag das erste Tor förmlich in der Luft. Und es fiel exakt bei Spielmitte dann auch. Gegen den Hammer von Dübendorfs Schumann, war Sven Witschi machtlos. Drei Minuten vor der zweiten Sirene, durfte Brandis in Überzahl agieren. Aber so richtig laufen, wollte dieses Powerplay nicht. Gleich in der ersten Minute des Schlussdrittels, zog Sandro Hain einen Schuss ab, doch auch da parierte Trüb. Bei der nächsten Strafe gegen Brandis fiel die vermeintliche Entscheidung. Dübendorfs Bührer war für das 0:2 seiner Equipe besorgt. Es war bei vier Strafen gegen Brandis das zweite Tor in Überzahl. Nur drei Minuten später traf endlich auch der EHC Brandis. Es war Marco Blaser, der für den 1:2-Anschlusstreffer und wieder etwas Hoffnung in den Reihen der Emmentaler sorgte. Die definitive Entscheidung zu Gunsten der Zürcher fiel vier Minuten vor Schluss. Bei einem Konter entwischte Andreas Bührer und markierte eiskalt zum 1:3. Für Bührer war es der zweite Treffer an diesem Abend. Drei Minuten vor Spielende verkürzte Markus Schütz noch auf 2:3. Trotz heftiger Schlussphase reichte es zum Ausgleich aber nicht mehr. Der Treffer in Überzahl kam zu spät.

(pmu)

Telegramm: EHC Brandis – EHC Dübendorf 2:3 (0:0, 0:1, 2:2)Sportbetriebe Brünnli, Hasle, BE. – 181 Zuschauer – Schiedsrichter: Leimgruber, Pfister / Cantamessi
Torfolge: 30.Schumann (Fallet/Ausschluss Tschanz) 0:1. 46. Bührer (Hebeisen/Ausschluss Buri) 0:2. 49. Blaser 1:2. 56. Bührer 1:3. 58. M.Schütz (Buri/Ausschluss Widmer) 2:3.
Strafen: Brandis 5mal 2 Minuten. Dübendorf 5mal 2 Minuten
Brandis: Witschi; Scheidegger, Schaad; Seematter, Oberli; Mosimann, Tschanz; M.Schütz, M.Gasser; Nägeli, Lüthi, P.Meyer; Buri, Hain, M.Meyer; Steiner, R.Schütz, Blaser; Gurtner, Schlapbach, Liechti.
Dübendorf: Trüb; Hurter, Roth; Hebeisen, Breiter; Röthlisberger, Stettler; Piai; Widmer, Seiler, Barts; Bührer, Falett, Schumann; Frei, Suter, Beeler; Müller, Kutil, Kreis.
Bemerkungen:Brandis ohne Holzer, Messerli (beide verletzt)
59:10 bis 59:41 und 59:51 bis 60:00 Brandis ohne Torhüter Witschi
Dübendorf ohne Theodoridis, Alena

Interview Manuel Schaad zur 2:3-Niederlage gegen Dübendorf