Brandis - Düdingen 5:6 - EHC Brandis

Brandis - Düdingen 5:6

 NägeliLüthivsDüdingen

 EHC Brandis – HC Düdingen Bulls 5:6 (2:4, 3:1, 0:1)   

Düdingen schlägt Brandis erneut

Von Päscu Müller

Die Torfolge in diesem Spiel hatte es in sich. Auch die zeitliche Abfolge. Fielen im ersten Drittel fünf Tore binnen acht Minuten, waren es vier im Mitteldrittel, drei davon innerhalb von achtzig Sekunden. Brandis führte früh, gab diese Führung preis, glich zweimal aus, um dann doch als Verlierer vom Eis zu gehen.   

Vielleicht war die frühe 2:0-Führung des EHC Brandis etwas trügerisch, jedenfalls war diese Führung plötzlich weg, stattdessen musste die Beutler-Truppe einem Rückstand nachrennen. Diesen glich man zum 4:4 aus, geriet abermals in Rückstand und glich wiederum aus. Ab dem 5:5 nach zwei Drittel, waren die Emmentaler eher besser. Düdingen aber stets mit schnellen Kontern brandgefährlich. Einer dieser Konter nützten die Freiburger zum 6:5-Siegestreffer. Sven Nägeli hatte zu diesem Spiel eine klare Meinung: «6:5 ist nicht alltäglich, dennoch dürfen wir dies gar nie soweit kommen lassen». Mitentscheidend in diesem Spiel waren eben die angesprochenen Konter. «Bei praktisch jedem der sechs Tore, waren die mit ihren Kontern erfolgreich», sieht auch Sven Nägeli, Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0, einen Hauptgrund. Haben die Emmentaler schon in Düdingen den Kürzeren gezogen, wurden sie heute erneut ausgekontert. «Wenn du siehst, wie das abgelaufen ist, dann ist dies bitter, da müssen wir uns selber an der Nase nehmen». Wo er recht hat, hat Sven Nägeli recht. Es ist ein Spiel, welches Brandis nie hätte verlieren dürfen. Die nötigen Lehren daraus ziehen, ist dringend nötig. Denn am Samstag erscheint der EHC Dübendorf im Brünnli. Erneut ein Team, welches mit schnellen Kontern den Erfolg sucht.  

Fünf Tore in acht Minuten
Nach exakt zwanzig Sekunden rappelte es zum ersten Mal, Sven Nägeli schloss den ersten Angriff des EHC Brandis erfolgreich zum 1:0 ab. Auch sonst zeigten sich die Emmentaler in den ersten Minuten bissig. Beim nächsten Einsatz der Linie um Sven Nägeli und Patrick Meyer stand es bereits 2:0. Diesmal bediente Nägeli den am rechten Pfosten postierten Patrick Meyer und dieser lupfte die Scheibe gekonnt zum 2:0 ins Netz. Zwei Minuten später Überzahl Brandis, statt 3:0 hiess es aber 2:1. Joel Sassi entwischte und liess Lukas Gasser keine Chance. Weitere zwei Minuten später stand die Partie wieder ausgeglichen. Eine kurze Unaufmerksamkeit in der Defensive und Dousse markierte den zweiten Treffer für Düdingen. Das war aber noch nicht alles. Weitere zwanzig Sekunden später, lagen die Freiburger plötzlich mit 3:2 in Front. Zum zweiten Mal traf Joël Sassi. Die am Anfang des Drittels hervorragende Ausgangslage mit der frühen 2:0-Führung, schwand binnen zwei Minuten in einen 2:3 Rückstand. Verständlicherweise versammelte Headcoach Andreas Beutler seine Truppen zu einem Time-Out. Dem Publikum dürften die fünf Treffer in den ersten acht Minuten gefallen haben, den beiden Trainer sicherlich nicht. Ein Weckruf war dieses Time-Out zumindest resultatmässig nicht. Denn die erste Formation der Düdingen Bulls, wirbelte munter weiter, diesmal traf Fleuty zum 2:4. Diese Linie war bisher für drei der vier Tore Düdingens verantwortlich. Irgendwie fühlte sich dieses erste Drittel an, wie kalt geduscht.

Elf Tore sind nicht alltäglich
Eine Topchance zum Anschlusstreffer verpasste zu Beginn des Mitteldrittels Patric Buri. Was er beim ersten Versuch noch verpasste, machte er Sekunden später richtig gut. Echt Klasse wie Buri den Puck ins rechte Eck schlenzte. Die Emmentaler waren mit diesem Treffer zum 3:4 wieder im Spiel und drückten gewaltig aufs Gaspedal. Sven Nägeli und Patrick Meyer beispielsweise verpassten gar Treffer zum Ausgleich. Dazwischen hielt Lukas Gasser mit einem Big-Save die Emmentaler im Spiel. Unterhaltsam war diese Partie alle Mal. Bei zwei Powerplays kurz hintereinander, bot sich Brandis die Chance zum Ausgleich. Mit einem veritablen Hammergeschoss von Joel Scheidegger wurde dieses 4:4 auch erzielt. Die Freude darüber war dann aber nur kurz. Keine dreissig Sekunden später lagen die Freiburger durch ein Tor von Langel erneut mit einem Tor vorne. Ebenfalls die Freude der Freiburger hatte nicht lange Bestand, Patric Buri markierte seinen zweiten Treffer an diesem Abend, diesmal das 5:5. In rund achtzig Sekunden durften die 226 Zuschauer somit drei Treffer beklatschen.
Der letzte Abschnitt war wieder so ein Nervenspiel, der kleinste Fehler konnte die Partie entscheiden. Brandis war in der Offensive etwas präsenter als die Düdinger, doch die Freiburger liessen eben diesen angesprochenen Fehler nicht zu und offensive blieben sie mit ihren schnellen Kontern stets brandgefährlich. Diese Konter wurden zunehmend weniger, so sehr beackerte Brandis die eigene offensive Zone. Doch eben einer dieser Konter fand zweieinhalb Minuten vor der Sirene den Weg ins Tor, Pedrizat traf zum 6:5 für Düdingen. Trotz sechstem Feldspieler gelang dem EHC Brandis der erneute Ausgleichstreffer nicht mehr. In der Qualifikation der MySports League bleibt der EHC Brandis gegen die Düdingen Bulls somit sieg- und punktelos. 

(pmu)
Foto: Andrea-Melanie Lehmann

Telegramm: EHC Brandis – HC Düdingen Bulls 5:6 (2:4, 3:1, 0:1)
Sportbetriebe Brünnli, Hasle BE. – 226 Zuschauer – Schiedsrichter: Leimgruber, Pfister/Bachelut
Torfolge: 1. Nägeli (P. Meyer) 1:0. 3. P. Meyer (Nägeli, Scheidegger) 2:0. 7. Sassi (Abplanalp/Ausschluss K.Roggo!) 2:1. 8. Dousse (Bussard) 2:2. 8. Sassi (Fleuty, Abplanalp) 2:3. 17. Fleuty (Sassi, Abplanalp) 2:4. 22. Buri (Hain, Seematter) 3 :4. 33.(32:23) Scheidegger (M. Schütz, Lüthi/Ausschluss Braichet ) 4:4. 33.(32:56) Langel (Fontana) 4:5. 34.(33:49) Buri (Gurtner, Hain) 5:5. 58. Pedrizat (Dousse) 5:6.  
Strafen: Brandis: 3x2 Minuten. Düdingen: 4x2 Minuten
Brandis: L. Gasser; Scheidegger, Oberli; Seematter, Mosimann; M. Schütz, M. Gasser; Schaad, Tschanz; Nägeli, Lüthi, P. Meyer; R. Schütz, Holzer, Buri; Messerli, Schlapbach, Steiner, Liechti, Hain, Gurtner.
Düdingen: Zaugg; Zwahlen, Bertschy; D. Roggo, Hayoz; Blanchard, Nussbaumer; Kessler; Fleuty, Sassi, Abplanalp; Braichet, Krebs, Langel; Bussard, Fontana, Dousse; K. Roggo, Perdrizat, Knutti.
Bemerkungen:
Brandis ohne M. Meyer, Witschi (beide rekonvaleszent), Blaser (abwesend)
58:24 – 60.00 Brandis ohne Torhüter Lukas Gasser
Düdingen ohne Spicher, Thom, Ducret