Vorschau Brandis - Basel/KLH - EHC Brandis

Vorschau Brandis - Basel/KLH

SHain 600

Stets viele Tore gegen Basel

Von Päscu Müller 

Die Spiele gegen den EHC Basel waren in dieser Saison immer speziell. Zum einen gab es stets sechs Tore für das Heimteam und zum anderen waren die Partien bereits im ersten Drittel entschieden. Defensiv Center Sandro Hain spricht über seine Stärken und die Startphasen gegen die Rheinstädter.     

Sandro Hain ist nach Lukas Mosimann und Sven Nägeli, der Dienstälteste beim EHC Brandis. Er bestreitet mittlerweile seine siebte Saison. Er selber bezeichnet sich als konstanten Defensiv-Center mit Stärken im Boxplay. Da wird er auch von der Trainer-Crew häufig zusammen mit Michael Gurtner eingesetzt. Mit seinen Gardemassen, ist Sandro Hain dafür sicher prädestiniert. «Die Länge meiner Arme ist sicher ein Vorteil», meint er verschmitzt. «Auch hole ich mir so mehr Scheiben». Sein Teamkollege Marco Blaser vergleicht ihn mit Samuel Walser vom HC Davos. «Schreib dann, dass dieser Vergleich nicht von mir, sondern von Bläsi ist», will er das ganz genau widergegeben haben und lacht dazu. Apropos Davos: Sandro Hain hat sich den Final des Spengler-Cup zwischen dem Team Canada und der Schweiz vor Ort zu Gemüte geführt. «Am TV aber habe ich kaum ein Spiel gesehen, vielleicht hat man auch mal genug vom Eishockey», erklärt der Boxplay-Spezialist. Beim passiven Sport, also dem auf dem Sofa, hat Hain andere Vorlieben: «Die alternative Olympiade beispielsweise oder kürzlich die Darts-WM, das interessiert mich». Wer sich aktiv bereits ausgiebig mit Eishockey beschäftigt, muss dies ja passiv nicht auch noch tun. Aktiv hat Sandro Hain gegen Basel den Fokus wieder beim Eishockey. Und dieser Fokus muss vor allem ab der ersten Minute voll stimmen.   

Spezielle Spiele gegen die Rheinstädter
Denn waren die Spiele in dieser Liga grossmehrheitlich immer eng, waren es die Spiele zwischen Brandis und Basel nie. Speziell aber waren sie immer. Entscheidend war immer die Startphase. Beim ersten Aufeinandertreffen im Oktober, fegte Brandis die Rheinstädter mit 6:0 weg. Der Grundstein dazu wurde im ersten Drittel, mit drei Toren im Powerplay und einem Treffer gar in Unterzahl, gelegt. Beim ersten Spiel in Basel waren zumindest die Umstände des ersten Treffers der Basler kurios. Basels Ast liess ein Knaller richtig Brandis-Tor ab, das Spiel lief weiter, Sekunden später wurde gar eine Strafe gegen Basel angezeigt. Beim nächsten Unterbruch gingen die Diskussionen nach Intervention der beiden Linienrichter los. Der Knaller Asts wurde als 1:0 gewertet und folgerichtig die Strafe gegen Basel zurückgenommen. Dieser Umstand brachte die Emmentaler völlig aus der Fassung und sie kassierten noch vor der ersten Sirene, drei weitere Treffer. Dies sollte keine Entschuldigung sein, aber vielleicht eine Erklärung, wie wenig es braucht um ein Team von der Rolle zu bringen. Ähnlich verlief die dritte Partie gegen denselben Gegner, erneut in Basel. Auch da verschlief der EHC Brandis die Startphase komplett. Nach dem 4:0 in Überzahl war die Partie gegessen.

«Da müssen wir anders rangehen»
Für die zwei Pleiten in Basel, sucht Sandro Hain eine Erklärung: «Wir wissen ja, dass die nach einem ersten Tor in ihrer Halle, konsequent ein Zweites suchen und drücken». Und tatsächlich lagen zwischen dem 1:0 und dem 3:0 nur etwa vier Minuten. Das 4:0 Basels zu Beginn des Mitteldrittels war die Entscheidung. «Wenn du 4:0 im Klee stehst, ist das gelaufen». Zweimal hat Brandis in Spielen gegen Basel die Startphase komplett verschlafen. Klar, es waren Spiele auswärts. «Die Startphase wird sehr wichtig sein, da haben wir bis jetzt zu viele Punkte verschenkt», sieht auch Sandro Hain ein Manko. «Da müssen wir anders rangehen». In der Tat wird der Start, oder zumindest das erste Drittel, im vierten und letzten Spiel dieser Qualifikation gegen die Rheinstädter von zentraler Bedeutung werden. Es ist den Emmentalern zu wünschen, dass sie einen Start hinlegen wie im Oktober. Da traf nämlich in der ersten Minute Patrick Meyer im Powerplay zum 1:0. Passgeber war übrigens Sandro Hain. Einen verschlafenen Start kann sich Brandis dagegen nicht leisten. Das ging bisher zweimal tüchtig in die Hosen.

(pmu)